Federico Pignatelli: Wer war mein Großvater Emerik Mayer und warum ist mein Elternhaus mir so wichtig?

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Federico Pignatelli: Wer war mein Großvater Emerik Mayer und warum ist mein Elternhaus mir so wichtig?

Ich verbringe ziemlich viel Zeit im schönen Slowenien, und je mehr ich ins höhere Alter komme, desto stärker fühle ich mich zu meinen Wurzeln hingezogen. Nach dem Verlust meiner Mutter wurde ein wichtiger Faden, der mich mit der Vergangenheit, mit den kostbaren Geschichten meiner Familie, verband, zerrissen.

Ljubljana war die Welt seiner Mutter. Ihr Vater, mein Großvater Emerik Mayer, war ein wohlhabender slowenischer Großhändler österreichischer Herkunft, der für seine Familie ein warmes und sicheres Zuhause schuf. Zwischen 1937 und 1938 ließ er das berühmte Warenhaus an der Ecke Wolfove ulice und Hribarjevega nabrežja bauen, heute bekannt als Mayerjeva hiša oder spodnja Nama.

Als meine Mutter erwachsen wurde und die Welt besser verstand, offenbarte er die Wahrheit, die sein Leben prägte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verhafteten die kommunistischen Behörden seinen Großvater, trotz Zeugenaussagen seiner Angestellten, die bestätigten, dass er Partisanenfamilien geholfen hatte. 1945 wurde er gefoltert und anschließend am Pohorju erschossen.

Seine Mutter erlitt ein zweites Trauma. Nach dem Krieg wurde sie inhaftiert, vergewaltigt und anschließend zusammen mit ihrer Mutter und Schwester nach Italien ausgewiesen. Ihre Schönheit und Intelligenz führten sie in eine andere Welt. Sie wurde Miss Caprija und heiratete Prinz Giovannijem Pignatellijem della Leonessa.

Sie beteiligte sich an und half dem Land beim Prozess der Unabhängigkeit Sloweniens. Zusammen mit ihrer Schwester gelang es ihnen, Großvater Emerik zu rehabilitieren und die Rückgabe eines Teils des Familienbesitzes zu sichern, der ihnen zu Unrecht entzogen worden war.

Als sie dachte, dass die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit endlich zumindest teilweise korrigiert würden, befand sie sich erneut in einer schwierigen Lage. Sie vertraute Menschen, die dieses Vertrauen nicht verdienten. Er war überzeugt, dass das Rechtssystem vor Manipulation und Gier schützen würde, doch er irrte sich.

Seine Mutter ist nicht mehr, doch er setzt ihren Kampf fort. Er fühlt, dass er ihr dies schuldig ist. Er will diese Geschichte zu Ende bringen und reparieren, was einst gebrochen wurde – Vertrauen in das Gute und Gerechtigkeit unter den Menschen.

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